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Bachelorarbeit

Einfache Stichwortsuche und Phrasensuche

Einfache Stichwortsuche und Phrasensuche – Literaturrecherche für deine Bachelorarbeit

Die Literaturrecherche ist einer der ersten Schritte deiner Bachelorarbeit. Diese beginnt bereits bei der Vorbereitung, dem Schreiben des Exposés.

Wissenschaftliche Literatur aus Fachbüchern und Fachartikeln bilden die theoretische Grundlage deiner Abschlussarbeit.

Dabei hilft dir die Stichwortsuche als Einstieg, um ein Thema zu erfassen, und die Phrasensuche, um gezielt passende Ergebnisse zu finden.

Dieser 1a-Studi Artikel zeigt dir, wie du beide Methoden effektiv anwendest, um deine Treffer bei der Literaturrecherche deutlich zu steigern.

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Grundlagen

Grundlagen der Literaturrecherche

Eine erfolgreiche Literaturrecherche beginnt immer mit einem Ziel: Du möchtest wissenschaftlich belastbare Quellen finden, die dein Thema erklären, einordnen oder theoretisch untermauern.

Um dieses Ziel zu erreichen, musst du aus der richtigen Suchtechnik wählen – also die Entscheidung, wie du suchst.

Die einfache Stichwortsuche liefert dir einen Überblick, indem du nach bestimmten Begriffen suchst. Die Phrasensuche dagegen grenzt deine Ergebnisse auf exakte Wortfolgen ein. Beide Verfahren ergänzen sich: Du beginnst breit und verfeinerst anschließend gezielt.

Suchverfahren Funktionsweise Einsatzgebiet
Einfache Stichwortsuche Suche nach einzelnen Begriffen, unabhängig von Reihenfolge Erste Orientierung, Themensuche
Phrasensuche Suche nach exakter Wortfolge in Anführungszeichen Präzise Recherche zu festen Begriffen

Wenn du beispielsweise noch gar nicht weißt, welche Theorien es zu deinem Thema gibt, ist die Stichwortsuche sinnvoll. Wenn du dagegen schon genaue Begriffe oder Titel kennst, bringt dich die Phrasensuche weiter.

Einfache Stichwortsuche

Einfache Stichwortsuche

Die einfache Stichwortsuche ist die einfachste Suchmethode für Literatur im Studium. Du gibst ein oder mehrere Wörter in das Suchfeld einer Datenbank oder Suchmaschine ein. Das System sucht dann nach allen Quellen, in denen diese Wörter vorkommen.

Vorteil:
Diese Methode liefert schnell viele Ergebnisse und eignet sich hervorragend, um eine Übersicht über Literatur für ein Thema zu bekommen oder erste Literaturideen zu sammeln.

Nachteil:
Jedoch kann diese unpräzise sein, da auch Treffer erscheinen, die mit deinem Thema nur entfernt zu tun haben.

Auswahl und Kombination von Suchbegriffen

Damit die Stichwortsuche sinnvolle Ergebnisse liefert, musst du wissen, welche Begriffe dein Thema am besten beschreiben. Nutze dazu Synonyme, Übersetzungen und Wortvarianten.

  • Pflegekräfte → Pflegepersonal, Gesundheitspersonal, nurses
  • Digitalisierung → digitale Transformation, technologische Innovation
Ein Beispiel mit Suchportalen:
  • In Google Scholar kannst du z. B. „digitale Bildung Schule“ eingeben.
  • In der WISO-Datenbank wäre „Digitalisierung Unterricht“ ein sinnvoller Einstieg.
  • In PubMed könntest du auf Englisch nach „digital learning classroom“ suchen.

Je nach Kombination ändert sich die Treffermenge deutlich. Wähle daher gezielt die Begriffe aus, die den Kern deines Themas abbilden.

Grenzen der einfachen Stichwortsuche

Die einfache Stichwortsuche kann sehr viele Ergebnisse liefern. Häufig werden Quellen gelistet, in denen die Suchbegriffe zwar vorkommen, aber ohne inhaltlichen Zusammenhang zu deiner geplanten Arbeit stehen.

Beispiel: Du suchst nach „Motivation Schüler“, und die Datenbank liefert einen Artikel über „Lehrermotivation in Schulen“.

Deshalb lohnt es sich, die Ergebnisse kritisch zu prüfen und bei Bedarf zu präzisieren. Dazu verwendest du dann die Phrasensuche oder Boolesche Operatoren.

Suchverfahren Merkmal
Einfache Stichwortsuche Sucht nach einzelnen Wörtern, unabhängig von Reihenfolge oder Zusammenhang
Phrasensuche Findet nur exakte Wortfolgen in Anführungszeichen
Boolesche Operatoren Kombinieren oder trennen Suchbegriffe mit AND, OR, NOT
Phrasensuche

Phrasensuche

Die Phrasensuche ist der nächste Schritt zu einer detaillierten Literaturrecherche. Dabei setzt du deine Suchbegriffe in Anführungszeichen, um nur Treffer zu erhalten, in denen die Wörter genau in dieser Reihenfolge vorkommen.

Beispiel:
  • soziale Arbeit mit Kindern → findet alle Quellen, in denen diese Wörter irgendwo vorkommen
  • „soziale Arbeit mit Kindern“ → findet nur Quellen mit dieser genauen Formulierung

Diese Methode ist besonders hilfreich bei feststehenden Begriffen, Buchtiteln oder wissenschaftlichen Theorien.

Unterschied zwischen Stichwortsuche und Phrasensuche

Merkmal Einfache Stichwortsuche Phrasensuche
Ergebnisumfang Viele Treffer, unspezifisch Weniger, aber präziser
Schreibweise Einzelne Wörter Wortfolge in Anführungszeichen
Nutzen Erste Orientierung Exakte Themenrecherche
Beispiel Onlinemarketing Praxis „Onlinemarketing Praxis“

Durch die Phrasensuche vermeidest du, dass die Datenbank beliebige Kombinationen findet, die zwar die gleichen Wörter enthalten, aber nicht den gesuchten Sinnzusammenhang für das Thema deiner Bachelorarbeit.

Anwendung in Suchmaschinen und Datenbanken

In Google Scholar, PubMed, BASE oder Katalog Plus funktioniert die Phrasensuche gleich:

Setze Anführungszeichen um deine Suchphrase:

  • „soziale Ungleichheit Bildung“
  • „digital transformation education“

Diese Technik kannst du auch mit anderen Filtern kombinieren, z. B.:

  • Erscheinungsjahr
  • Fachgebiet
  • Dokumenttyp

So erhältst du hochrelevante und aktuelle Ergebnisse für deine Bachelorarbeit.

Grenzen der Phrasensuche

Die Phrasensuche liefert deutlich bessere Literatur im Vergleich zur Stichwortsuche, jedoch musst du hier bereits wissen, nach was du suchst.

Nachteil: Innerhalb einer Phrase kannst du keine Trunkierung (z. B. „*“ für Wortvarianten) verwenden. Auch Synonyme oder ähnliche Begriffe bleiben unberücksichtigt.

Wenn du also „soziale Arbeit mit Kindern“ suchst, werden Texte mit „Sozialarbeit mit Kindern“ nicht gefunden.

Wenn du Varianten berücksichtigen willst, kannst du die Phrasensuche mit Booleschen Operatoren kombinieren, etwa:

„soziale Arbeit mit Kindern“ OR „Sozialarbeit mit Kindern“

1a-Studi-Tipp: Diese Kombination und Verwendung von Suchphrasen und Operatoren ist bereits der professionelle Weg, um gezielt nach Fachliteratur für deine wissenschaftliche Arbeit zu suchen.

Erweiterte Suchstrategien

Erweiterte Suchstrategien zur Vertiefung

Sobald du die Grundlagen der Stichwort- und Phrasensuche beherrschst, kannst du deine Recherche durch erweiterte Suchstrategien noch gezielter gestalten. Diese bauen direkt auf den beiden Methoden auf und helfen dir, deine Treffer zu filtern, zu erweitern oder zu präzisieren.

Boolesche Operatoren (AND, OR, NOT)

Boolesche Operatoren sind logische Verknüpfungen, mit denen du Suchbegriffe kombinieren kannst:

  • AND: Beide Begriffe müssen vorkommen → Pflege AND Digitalisierung
  • OR: Einer der Begriffe reicht → Pflege OR Gesundheit
  • NOT: Schließt einen Begriff aus → Pflege NOT Krankenhaus

Diese Operatoren helfen dir, die Treffermenge gezielt zu steuern. Besonders in Datenbanken wie WISO, PubMed oder PsycINFO sind diese sinnvoll.

Platzhalter und Trunkierung

Platzhalter wie „*“ oder „?“ ersetzen Buchstaben und Wortteile.

Beispiele:
  • pädagog* → findet pädagogisch, Pädagoge, Pädagogik
  • globali?ation → findet globalisation und globalization

Damit kannst du in einem Suchlauf unterschiedliche Schreibweisen oder Sprachvarianten berücksichtigen. Das spart Zeit und erhöht die Trefferquote.

Kombination mehrerer Strategien

Die besten Ergebnisse erhältst du, wenn du die Methoden kombinierst.

Beispiel:
„soziale Arbeit mit Kindern“ AND Entwicklung

Diese Suche findet nur Quellen, in denen die exakte Phrase vorkommt und zusätzlich der Begriff Entwicklung.

Auch Phrasensuche mit Platzhaltern oder Booleschen Operatoren lässt sich verbinden:

„digital transformation“ OR „technological innovation“

So deckst du mehrere thematische Varianten ab und erhältst gleichzeitig relevante Ergebnisse.

Stichwort & Schlagwort verwenden

Stichwort, Schlagwort und kontrollierter Wortschatz

Neben der freien Stichwortsuche gibt es in vielen Datenbanken eine Schlagwortsuche. Während Stichwörter frei eingegebene Begriffe sind, werden Schlagwörter systematisch vergeben – meist nach einem sogenannten Thesaurus oder normierten Vokabular.

Das bedeutet: Schlagwörter beschreiben den Inhalt eines Dokuments nach festen Regeln. Wenn du beispielsweise nach Gesundheit suchst, kann das Schlagwortsystem automatisch auch Quellen zu Gesundheitssystem oder Kliniken anzeigen.

Suchtyp Merkmale Beispiel
Stichwort Begriff aus Titel oder Text, frei gewählt „Digitalisierung Pflege“
Schlagwort Normierter Begriff, beschreibt Thema systematisch „Digitale Transformation im Gesundheitswesen“
Kontrollierter Wortschatz Feste Schlagwortlisten (z. B. Thesaurus Sozialwissenschaften) „Sozialarbeit“ statt „soziale Arbeit“

Beispiel aus der Praxis:
Wenn du in einer Datenbank den Begriff Lesekompetenz suchst, erhältst du nicht nur Ergebnisse mit diesem Wort, sondern auch verwandte Begriffe, die im Schlagwortsystem zugeordnet sind: z. B. Leseförderung oder Lesestrategien.

So erreichst du eine höhere thematische Genauigkeit und findest Literatur, die mit der freien Stichwortsuche leicht übersehen werden kann.

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Quellen:
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