Bachelorarbeit
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Ergebnisse der Bachelorarbeit darstellen
Im Ergebnisteil der Bachelorarbeit beschreibst du die Ergebnisse deiner durchgeführten Untersuchung in Bezug auf die Fragestellung und Hypothesen. Danach folgt die Diskussion, in der du Bedeutung, Relevanz und Einordnung die Ergebnisse vornimmst.
Wenn du im Ergebnisteil bereits deutest oder argumentierst, verlierst du den Fokus und erzeugst vermeidbare Rückfragen.
Wichtig ist daher die Trennung von Ergebnissen, Diskussion und Fazit, da dies die Bewertung und wissenschaftliche Logik deiner Arbeit verbessert.
Dieser 1a-Studi Artikel erklärt dir Schritt für Schritt, wie du in deiner Bachelorarbeit deine Ergebnisse präsentierst, wie du den Ergebnisteil strukturierst und welche Zei
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Inhaltsverzeichnis
Ergebnisteil in der Abschlussarbeit
Was ist der Ergebnisteil? Der Ergebnisteil ist das Kapitel, in dem du die Resultate deiner Untersuchung sachlich berichtest. Du beantwortest hier die Frage: „Was zeigen Daten oder Quellen?“ Du lieferst eine Beschreibung, keine Erklärung.
Ergebnisse entstehen in deiner Bachelorarbeit (oder Masterarbeit) an zwei Stellen:
- bei der Datenerhebung und
- in der Auswertung.
Du sammelst Material, bereitest es auf und leitest daraus Befunde ab. Diese Befunde werden dann im Ergebnisteil deiner Abschlussarbeit präsentiert.
Ergebnisse erfüllen in Wissenschaft und Forschung die folgende Funktion: Diese machen Erkenntnisse nachvollziehbar. Andere Personen sollen prüfen können, ob dein Vorgehen zur Forschung passt und ob die späteren Schlussfolgerungen auf einer nachvollziehbaren Grundlage stehen.
Anforderungen an den Ergebnisteil deiner Bachelorarbeit:
- sachliche Sprache ohne Wertung
- Zuordnung zu Teilfragen, Hypothesen oder Themenblöcken
- prüfbare Zahlen, Kategorien oder Befundmuster
- saubere Verweise auf Tabellen, Abbildungen und Anhang
Beachte: In einer Literaturarbeit sehen Ergebnisse anders aus als in einer empirischen Arbeit, aber die Regel bleibt gleich: erst darstellen, danach einordnen. Die Unterschiede werden hier im Verlauf des Artikels noch diskutiert.
Aufbau der Ergebnisse in deiner Bachelorarbeit
Der Aufbau im Ergebnisteil orientiert sich an deiner Leitfrage (deine Forschungsfrage) und am Thema deiner Untersuchung. Du führst Leser so, dass die Beantwortung deiner Frage aus den Ergebnissen ableitbar wird.
- Kurze Einleitung zum Ergebnis-Kapitel: Welche Datenbasis liegt vor?
- Ergebnisblöcke pro Teilfrage oder Hypothese (Block für Block)
- Mini-Überblick am Ende: wichtigste Befunde ohne Deutung
So entsteht ein Ergebnisteil Bachelorarbeit, der später sauber in die Diskussion übergeht.
Typische Untergliederung (Beispiel):
- Teilfrage 1: Ergebnisblock mit Tabelle/Grafik
- Teilfrage 2: Ergebnisblock mit Vergleich oder Kategorien
- Teilfrage 3: Ergebnisblock mit Zusatzanalyse
Wichtig ist nicht die perfekte Anzahl von Unterpunkten, sondern eine konsistente Gliederung. Die Länge bleibt zweitrangig, solange jeder Abschnitt eine eindeutige Aufgabe erfüllt.
Inhaltsverzeichnis: Ergebnisse sauber einordnen
Das Inhaltsverzeichnis zeigt Prüfern deinen roten Faden. Platziere den Ergebnisteil nach Methodik und Auswertung und vor der Diskussion. Damit erkennt jeder sofort die Logik: Vorgehen → Befunde → Einordnung.
Ausschnitt als Orientierung:
- Einleitung
- Theorie und Literatur
- Methodik
- Ergebnisteil
- Diskussion
- Zusammenfassung und Ausblick
Diese Reihenfolge unterstützt auch die spätere Präsentation deiner Bachelorarbeit, weil du Ergebnisse zuerst zeigst und erst danach deutest.
Was in den Ergebnisteil gehört
Was enthält der Ergebnisteil meiner Bachelorarbeit? Er enthält alle Ergebnisse, die deine Fragestellung beantworten, und zwar in einer überprüfbaren Darstellung.
In den Ergebnisteil gehören zum Beispiel:
- Stichproben- oder Materialdaten (nur Fakten)
- Kennwerte und Übersichten (Mittelwerte, Häufigkeiten) als Grundlage für quantitative Befunde
- Hypothesentests und Effektangaben als Inferenzstatistik
- qualitative Kategorien, Codes oder Leitmotive
- Tabellen und Abbildungen mit kurzen Erklärungssätzen
- Verweise auf Anhangdaten, wenn Rohmaterial sonst den Text sprengt
Hinweis: Schreibe nach jeder Tabelle 2–4 Sätze, die erklären, was sichtbar wird. Du beschreibst, du wertest nicht.
Checkliste: perfekter Ergebnisteil in der Bachelorarbeit
Nutze diese Checkliste für den perfekten Ergebnisteil:
- Jede Aussage basiert auf Daten oder Quellen.
- Jede Tabelle und jede Abbildung hat Titel und Nummer.
- Du erklärst jede Tabelle oder Abbildung kurz und präzise.
- Du ordnest jeden Befund einer Teilfrage zu.
- Du trennst Beschreibung von Interpretation.
- Du hältst Formulierungen messbar („stieg“, „sank“, „unterschied sich“).
Wenn du bei Statistik oder Layout unsicher bist, kann professionelle Unterstützung durch Experten sinnvoll sein. Ein Lektorat kann prüfen, ob dein Ergebnisteil der Bachelorarbeit formal zu den Vorgaben passt.
Was nicht in den Ergebnisteil gehört
In den Ergebnisteil gehören keine Erklärungen, keine Wertungen und keine literaturbasierte Einordnung. Diese Inhalte gehören in die Diskussion.
Nicht in den Ergebnisteil gehören:
- „weil“-Begründungen und Ursachenannahmen
- Vergleiche mit Theorie und Literatur als Argument
- Limitationen und Methodenkritik
- Schlussfolgerungen und Empfehlungen
- eine kritische Reflexion des gesamten Vorgehens
Damit erreichst du eine klare Trennung der Kapitelrollen: Befundkapitel hier, Einordnungskapitel später.
Zeitform im Ergebnisteil
In welcher Zeitform werden meine Forschungsergebnisse beschrieben? Du nutzt meist Präteritum oder Perfekt, weil Datenerhebung und Analyse abgeschlossen sind:
„Die Auswertung zeigte …“, „Es ergaben sich …“, „Die Befragung ergab …“.
Für Verweise auf Tabellen und Abbildungen passt oft Präsens: „Tabelle 2 zeigt …“, „Abbildung 1 verdeutlicht …“. So bleibt die Formulierung sauber.
Orientierung nach Format:
- quantitative Ergebnisse: Präteritum/Perfekt, Präsens bei Tabellenverweisen
- qualitative Ergebnisse: Präteritum für Aussagen, Präsens für Kategoriebezeichnungen
- Literaturarbeit: Präsens für allgemeine Befundlagen, Präteritum bei einzelnen Studienergebnissen
Zeitform-Schnellcheck für statistische Auswertung
Wenn du statistische Ergebnisse berichtest, nutze drei kurze Regeln:
- Handlung (du hast gerechnet): Präteritum/Perfekt.
- Ergebnis (steht fest): Präteritum/Perfekt.
- Verweis auf Tabelle: Präsens.
Hinweis: Diese Zeitform-Regeln erhöhen die Qualität deiner wissenschaftlichen Arbeit und erleichtern die Bewertung.
Literatur recherchierenErgebnisse vs. Diskussion in Bachelorarbeit
Was ist der Unterschied zwischen den Forschungsergebnissen und der Diskussion? Ergebnisse beschreiben Befunde. Diskussion ordnet Befunde ein, prüft Alternativen und verbindet sie mit Theorie, Literatur und Fragestellung.
In der Diskussion der Bachelorarbeit beantwortest du: „Was bedeuten die Ergebnisse für die zentrale Frage?“
| Merkmal | Ergebnisse | Diskussion |
|---|---|---|
| Ziel | Befunde berichten | Befunde erklären und bewerten |
| Sprache | beschreibend | argumentierend |
| Belege | Daten/Quellen | Daten + Theorie + Literatur |
| Risiko | zu viel Deutung | zu wenig Bezug zu Ergebnissen |
Interpretation Ergebnisse
Interpretation bedeutet: Du erklärst den Sinn deiner Ergebnisse im Licht der zentralen Frage. Diese Interpretation gehört in das Diskussionskapitel, nicht in den Ergebnisteil.
Beispiel:
- Ergebnisteil: „Gruppe A erzielte höhere Werte als Gruppe B.“
- Diskussion: „Das kann auf X hinweisen; Y bleibt als Alternative möglich.“
So bleibt die Trennung stabil und deine Argumentation wirkt wissenschaftlich.
Nutze hier auch das Stichwort Relevanz: Zeige, warum der Befund für Forschung und Praxis wichtig ist. Danach kannst du offene Punkte für zukünftige Forschung ableiten.
Zusammenfassung der Ergebnisse
Eine Zusammenfassung bündelt die wichtigsten Befunde in wenigen Sätzen. Du kannst sie am Ende des Ergebniskapitels oder am Anfang der Diskussion platzieren. Wichtig ist: Du ergänzt keine neue Interpretation.
Ein funktionierendes Muster:
- 1 Satz pro Teilfrage (nur Befund)
- 1 Satz als Übergang zur Einordnung („Die Bedeutung folgt im nächsten Kapitel.“)
Damit führst du Leser ohne Brüche weiter.
Typische Vermischungen vermeiden
Vermischung erkennst du an Signalwörtern wie „daher“, „bedeutet“, „erklärt“, „lässt vermuten“. Diese Wörter erzeugen sofort Interpretation.
So vermeidest du das:
- Schreibe im Ergebnisteil nur Beobachtung und Messwerte.
- Verschiebe jede Erklärung konsequent in die Diskussion.
- Prüfe jeden Absatz: Enthält er ein Argument? Dann gehört er in das Einordnungskapitel.
Vorteile dieser Trennung:
- du hältst Standards ein
- du erzeugst einen stärkeren roten Faden
- du reduzierst Angriffsfläche in der Bewertung
Hinweis: Schreibe pro Ergebnisblock einen kurzen Einstieg, dann Befunde, dann einen neutralen Abschlusssatz. Das hält die Kapitelgrenzen sauber.
Ergebnisse und Diskussion kombinieren?
Manche Lehrstühle erlauben ein Kombi-Kapitel. Dann brauchst du innerhalb des Kapitels sichtbare Trenner: erst Ergebnisblock, dann Diskussionsblock. Sonst dominiert die Interpretation, und die Struktur bricht.
Drei mögliche Formen:
- pro Teilfrage: Ergebnis → Diskussion → Mini-Fazit
- pro Hypothese: Tabelle → Textbeschreibung → Einordnung
- pro Kategorie: Befundmuster → Beispiele → Einordnung
| Entscheidung | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| getrennt | sehr klare Gliederung, sichere Bewertung | mehr Seiten, mehr Übergänge |
| zusammen | kompakte Darstellung | hohes Risiko von Vermischung |
Nutze diese Tabelle als Orientierung, bevor du dich festlegst.
Voraussetzungen für ein Kombi-Kapitel
Ein Kombi-Kapitel gelingt nur unter klaren Voraussetzungen:
- Die Gliederung folgt strikt Teilfragen oder Hypothesen.
- Du markierst Ergebnis und Diskussion sprachlich sichtbar.
- Du nutzt ein konstantes Schema in jedem Abschnitt.
- Du hältst pro Abschnitt den Fokus: erst Befund, dann Einordnung.
Wenn dein Betreuer getrennte Kapitel verlangt, gilt diese Regel ohne Ausnahme.
Risiko: Interpretationslast im Ergebnisteil
Das Kernrisiko ist eine Interpretationslast im Ergebnisteil: Du deutest zu früh, und später fehlt Raum für Abwägung, Grenzen und weiterführende Forschung.
So hältst du dagegen:
- Nutze beschreibende Verben („zeigt“, „unterscheidet sich“).
- Formuliere ohne Kausalwörter.
- Prüfe jeden Satz auf Argumentation.
- Verschiebe Deutung konsequent in die Diskussion.
Ergebnisse in Literaturarbeit vs. empirische Arbeit
Ergebnisse sehen je nach Format deiner Bachelorarbeit unterschiedlich aus. In einer Literaturarbeit synthetisierst du Befunde aus Quellen. In einer empirische bachelorarbeit berichtest du eigene Daten. Beide Wege liefern nachvollziehbare Ergebnisse für die wissenschaftliche Forschung.
Ein zentraler Unterschied: In der Literaturarbeit entsteht das Ergebnis aus Vergleich, Verdichtung und Kategorienbildung. In der empirischen Arbeit entsteht das Ergebnis aus Messung, Kodierung und Analyse.
Ergebnisse in der Literaturarbeit
In der Literaturarbeit strukturierst du Studienbefunde entlang der Leitfrage. Du zeigst Muster, Widersprüche und Lücken. Du brauchst dafür eine klare Gliederung und saubere Zitationen.
Typische Bausteine:
- Befunde pro Teilfrage (verdichtet, paraphrasiert)
- Vergleich von Studien (Design, Stichprobe, Kernergebnis)
- Bewertung der Evidenzlage
- Ableitung von Forschungsbedarf und Relevanz
Beachte: Für Quellenarbeit hilft eine Plagiatsprüfung, wenn du nah an Formulierungen arbeitest.
Grafische Darstellung in der Literaturarbeit
Eine grafische Darstellung kann in der Literaturarbeit Mehrwert liefern, zum Beispiel:
- Tabelle mit Studienvergleich (Autor, Jahr, Methode, Ergebnis)
- Konzeptgrafik aus Theorieelementen
- Evidence-Map als Überblick über Cluster
Nutze Visualisierung gezielt. Jede Grafik braucht eine kurze Erklärung, die den Nutzen deutlich macht.
Ergebnisse in der empirischen Arbeit
In der empirischen Arbeit startest du oft mit der Stichprobe (Anzahl, Merkmale), danach folgen deskriptive Ergebnisse und Tests. Du berichtest jeden Befund so, dass Leser die Beantwortung der Leitfrage nachvollziehen können.
Empfohlene Reihenfolge:
- Stichprobe und Messinstrumente (nur Fakten)
- deskriptive Ergebnisse (Verteilungen, Mittelwerte)
- Hypothesentests oder Modellschätzungen
- Zusatzanalysen, wenn sie zur Fragestellung gehören
Achte hier besonders auf Formulierung und Zahlenkonsistenz. Kleine Fehler wirken schnell wie fehlende Sorgfalt.
Deskriptive Statistik und Inferenzstatistik kurz erklärt
Deskriptive Kennwerte beschreiben Daten (z. B. Häufigkeiten, Mittelwerte). Inferenzstatistik prüft Hypothesen (z. B. Signifikanz, Effekte). Diese Unterscheidung schützt dich vor Überdeutung.
Halte die Begriffe getrennt:
- deskriptiv: „Die Werte lagen bei …“
- inferenziell: „Der Unterschied war statistisch bedeutsam …“
So bleibt deine Darstellung sauber und prüfbar.
Ergebnisse in Literaturarbeit
Kurzfassung: In der Literaturarbeit entsteht das Ergebnis durch Verdichtung. Du brauchst Vergleichstabellen, saubere Übergänge und eine klare Argumentationslinie, die erst in der Diskussion voll einsetzt.
Damit du nicht in langen Textblöcken versinkst, nutze Tabellen und kurze Absatzlängen. Das stärkt die Leselogik deiner Bachelorarbeit.
Ergebnisse in Empirie
Kurzfassung: In Empirie entsteht das Ergebnis aus Daten. Du berichtest Befunde pro Teilfrage, nutzt Tabellen oder Abbildungen und setzt danach die Diskussion als Einordnungskapitel ein.
Plane deine Präsentation früh: Für eine strukturierte Präsentation funktionieren drei bis fünf Kernergebnisse besser als zehn Detailzahlen. Die zweite Länge-Frage löst du damit praktisch: Weniger, aber klarer wirkt stärker.
BeispieleErgebnisse Bachelorarbeit Beispiel
Beispiele helfen dir, den Ergebnisteil deiner Bachelorarbeit sicher zu planen. Du erkennst schneller, welche Aussagen in den Ergebnisteil gehören und welche Aussagen in die Diskussion gehören. Nutze Vorlagen als Grundlage und passe diese an deine Vorgaben der Hochschule an. Das ist eine konkrete Möglichkeit, um Sicherheit aufzubauen.
Achte bei Zitaten auf Vorgaben deiner Hochschule und auf die Form der Anonymisierung. Danach führst du im Einordnungskapitel die Reflexion und Bewertung durch.