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Bachelorarbeit

Literaturrecherche automatisieren

Literaturrecherche automatisieren - mit Alerts, Saved Searches und RSS-Feeds

Eine automatisierte Literaturrecherche ist mit digitalen Werkzeugen möglich. Dadurch kannst du Fachliteratur zu deinem Thema automatisch finden.

Statt immer wieder manuell in Datenbanken oder Katalogen zu suchen, kannst du Alerts, Saved Searches (gespeicherte Suchanfragen) und RSS-Feeds nutzen, um informiert zu bleiben.

In diesem 1a-Studi-Artikel erfährst du, wie diese drei Ansätze funktionieren und wie du diese für deine wissenschaftliche Arbeit (z.?B. Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit) praxisnah einsetzen kannst.

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Definitionen

Was sind Alerts, Saved Searches und RSS-Feeds?

Im Folgenden werden die drei Methoden näher erklärt:

Alert (Benachrichtigung)

Automatische Benachrichtigung (meist per E-Mail) über neue Ergebnisse zu einer gespeicherten Suchanfrage. Du legst ein Suchprofil fest und wirst informiert, sobald passende neue Publikationen erscheinen.

Beispiele:

  • Datenbanken wie EBSCOhost, Scopus
  • Suchmaschinen wie Google Scholar (E-Mail Alerts)

Saved Search (Suchanfrage speichern)

Hierbei speicherst du eine komplexe Suchanfrage in einer Datenbank oder Suchmaschine ab, um diese später schnell wieder auszuführen. Hierdurch wird gewährleistet, dass du bei wiederholten Suchen stets dieselben Kriterien nutzt. Oft kann eine gespeicherte Suche mit einem Alert verknüpft werden, um Updates automatisch zu erhalten.

Beispiele:

  • PubMed (My NCBI Saved Searches)
  • EBSCOhost (Mein EBSCO – gespeicherte Suchen)
  • Web of Science (Saved Searches)

RSS-Feed

Abonnement von Aktualisierungen über einen Feed-Reader. Viele Fachzeitschriften und Datenbanken stellen RSS-Feeds bereit, die neue Artikel oder Suchergebnisse enthalten. Ein RSS-Reader sammelt diese Feeds und zeigt dir neue Inhalte an, ohne dass du jede Quelle einzeln prüfen musst.

Beispiele:

  • RSS-Feeds einzelner Journals (z. B. SpringerLink, Wiley Online Library für neue Ausgabe einer Zeitschrift)
  • Themen-Suche in einer Datenbank
Automatisierte Literaturrecherche

Warum sich automatisierte Literaturrecherche lohnt

Wenn du für eine wissenschaftliche Arbeit recherchierst, möchtest du möglichst effizient vorgehen und nichts Wichtiges verpassen. Automatisierung spart Zeit und hält dich up to date.

Durch den Einsatz von Alerts, gespeicherten Suchen und RSS-Feeds profitierst du von:

Zeitersparnis

Du musst nicht jeden Tag selbst alle Datenbanken nach neuer Literatur durchsuchen. Stattdessen bekommst du neue Informationen bequem automatisch geliefert, ohne aktives Suchen. So kannst du deine Zeit besser für das Lesen und Schreiben nutzen.

Aktualität der Quellen

Du bleibst stets auf dem neuesten Stand der Forschung. Sobald ein neuer Aufsatz, Artikel oder eine Studie zu deinem Thema veröffentlicht wird, erfährst du es umgehend durch die Benachrichtigungen. Das hilft dir, immer die aktuellsten Quellen im Literaturverzeichnis zu haben.

Fehlervermeidung durch veraltete Literatur

Indem du laufend über Neuerscheinungen informiert bist, reduzierst du das Risiko, unwissentlich veraltete oder überholte Quellen zu verwenden. Gerade in dynamischen Fachgebieten gilt: Je nach Forschungsfeld solltest du veraltete Literatur vermeiden, um wirklich den aktuellen Wissensstand abzubilden.

Automatisierte Alerts machen dich frühzeitig auf neue (und möglicherweise relevantere) Publikationen aufmerksam, sodass deine Arbeit immer auf dem aktuellen Forschungsstand basiert.

Alerting

Alerting – automatische Benachrichtigungen über neue Fachliteratur

Literatur-Alerts sind Benachrichtigungsdienste, die dich automatisch informieren, wenn zu einem bestimmten Thema oder Suchbegriff neue Literatur erscheint.

Du legst einmal ein Suchprofil an – meist in einer Fachdatenbank oder Suchmaschine – und erhältst dann automatische Benachrichtigungen (z. B. per E-Mail), sobald neue Treffer deinem Suchprofil entsprechen.

Ein Alert übernimmt also die regelmäßige Suchabfrage für dich.

Wie funktioniert ein Alert genau?

Du führst zunächst eine Suche nach deinem Thema in einer Datenbank durch und verfeinerst diese ggf. mit Filtern (z. B. Sprache, Publikationsjahr).

Wenn du mit den Suchbegriffen und der Trefferliste zufrieden bist, kannst du diese Suchanfrage als Alert speichern.

Du definierst dabei, wie du benachrichtigt werden willst (per E-Mail und/oder als RSS-Feed) und wie oft (sofort bei Erscheinen neuer Treffer, täglich oder wöchentlich gebündelt).

Viele Datenbanken erlauben es, Suchanfragen im Benutzerkonto zu speichern und automatische Benachrichtigungen in festgelegten Abständen einzurichten.

Sobald neue Publikationen erscheinen, die deinem Suchstring entsprechen, wirst du gemäß deinen Einstellungen informiert.

Praxisbeispiele (EBSCO, Scopus, Google Scholar):

In wissenschaftlichen Datenbanken wie EBSCOhost oder Scopus findest du meist nach dem Ausführen einer Suche eine Option wie „Alert setzen“ oder „Search Alert erstellen“.

Wenn du diese Funktion anklickst, wirst du gefragt, in welchem Intervall du Updates möchtest und an welche E-Mail-Adresse sie gesendet werden sollen.

Bei EBSCOhost-Datenbanken (zu denen viele Uni-Bibliotheken Zugriff bieten) kannst du z. B. nach dem Login deine Suchanfrage speichern und einen E-Mail-Alert aktivieren – so informiert dich EBSCO automatisch, wann immer neue Artikel zu deiner Suche in der Datenbank hinzugefügt wurden.

Ähnlich funktioniert es bei Scopus: Dort kannst du nach der Suche oben auf „Save“ bzw. das Glocken-Symbol klicken und einen Alert für das Suchergebnis einrichten. Scopus bietet darüber hinaus Alerts für Autoren oder einzelne Publikationen an, d. h. du könntest dich auch benachrichtigen lassen, wenn ein bestimmter Autor neue Arbeiten veröffentlicht oder wenn ein bestimmter Artikel neu zitiert wird.

Auch Google Scholar ermöglicht Alerts. Hier loggst du dich mit deinem Google-Konto ein, führst eine Suche aus und klickst dann links auf „Alert erstellen“. Google Scholar schickt dir dann E-Mails, wenn neue Ergebnisse zu dieser Suchanfrage auftauchen. Der Dienst ist kostenfrei und einfach nutzbar, hat aber weniger Filtermöglichkeiten als professionelle Fachdatenbanken.

Das heißt, du solltest die Suchanfrage bei Google Scholar möglichst präzise formulieren, um nicht mit irrelevanten Treffern überflutet zu werden.

Nutzen für Abschlussarbeiten:

Gerade wenn du eine Bachelor- oder Masterarbeit schreibst, die sich über einige Monate erstreckt, sind Alerts extrem hilfreich. Zu Beginn deiner Arbeit führst du typischerweise eine umfassende Literaturrecherche durch und sichtest den aktuellen Stand. Aber die Forschung schläft nicht – es kann sein, dass wenige Wochen vor Abgabe plötzlich ein neuer Aufsatz veröffentlicht wird, der für deine Fragestellung relevant ist.

Ein Alert sorgt dafür, dass du davon erfährst, ohne aktiv danach suchen zu müssen.

Saved Searches

Saved Searches – gespeicherte Suchanfragen wiederverwenden

Saved Searches (gespeicherte Suchen) sind ein Feature vieler Datenbanken, mit dem du eine einmal erfolgreich formulierte Suchanfrage abspeichern kannst. Dadurch musst du nicht jedes Mal von vorne anfangen, wenn du die Recherche wiederholst.

Gerade bei komplexen Suchstrings mit mehreren Begriffen und Filtern lohnt es sich, diese Suche zu speichern – das spart Zeit und stellt sicher, dass du konsistente Suchergebnisse erhältst.

Effizient wiederkehrend suchen:

Wenn du weißt, dass du eine bestimmte Suche mehrfach durchführen wirst (beispielsweise um den Forschungsstand regelmäßig zu aktualisieren), ist die Speicherfunktion sehr wertvoll.

Du klickst einfach auf „Search speichern“ und vergibst einen Namen für die Suche. Bei Bedarf kannst du später mit einem Klick genau diese Suche erneut ausführen und bekommst direkt die aktualisierte Trefferliste präsentiert.

Kombination mit Alerts:

Gespeicherte Suchen lassen sich oft mit Alert-Funktionen verbinden. Das heißt, wenn du eine Suche gespeichert hast, kannst du häufig auswählen, dass du automatische E-Mail-Updates dazu erhalten möchtest.

In PubMed z. B. werden gespeicherte Suchen in deinem My NCBI-Account abgelegt, und du kannst für jede gespeicherte Suche einstellen, ob du wöchentliche oder monatliche Update-Mails bekommen willst.

Ähnliches gilt für viele andere Dienste: In EBSCOhost kannst du nach dem Speichern einer Suche einen Alert aktivieren.

Auch Web of Science oder IEEE Xplore bieten das an. Mit dieser Kombination aus Saved Search + Alert hast du das Beste aus beiden Welten: Du kannst jederzeit manuell die Suche wiederholen und bekommst neue Ergebnisse proaktiv zugeschickt.

RSS-Feeds

RSS-Feeds – Fachzeitschriften und Datenbanken im Blick behalten

RSS-Feeds bieten eine weitere Möglichkeit, automatisiert auf dem Laufenden zu bleiben. RSS steht für Really Simple Syndication – vereinfacht gesagt ein Format, in dem Websites (z. B. Nachrichtenportale, Blogs, aber auch wissenschaftliche Verlage) ihre neuesten Inhalte bereitstellen.

Mit einem RSS-Reader kannst du solche Feeds abonnieren und alle Updates sammeln.

Für die Literaturrecherche bedeutet das: Statt jede Zeitschrift oder Datenbank einzeln zu besuchen, abonnierst du deren Feeds und siehst dann in deinem Reader, wenn neue Artikel erschienen sind.

Einrichtung eines RSS-Readers

Um RSS-Feeds zu nutzen, brauchst du einen RSS-Reader (auch Feed-Reader genannt). Das kann eine App oder ein Webdienst sein. Viele E-Mail-Programme (und Webbrowser) können auch RSS-Feeds abonnieren.

Die Einrichtung ist simpel: Du registrierst dich beim Reader und fügst die URLs der Feeds hinzu, die dich interessieren.

Beispiele: SpringerLink, Wiley Online Library

Die großen Wissenschaftsverlage bieten in der Regel RSS-Feeds an. Bei SpringerLink kannst du z. B. für jede einzelne Fachzeitschrift einen RSS-Feed abonnieren, der informiert, wenn ein neues Heft oder neue Artikel online verfügbar sind.

Gleiches gilt für Wiley Online Library, wo du Feeds für die neuesten Artikel („Early View“) oder Inhaltsverzeichnisse neuer Ausgaben abonnieren kannst. Auch Datenbanken oder Suchplattformen selbst bieten manchmal RSS-Feeds an. Bei SpringerLink kannst du sogar eine Suchanfrage in einen RSS-Feed umwandeln – d. h. anstatt eines E-Mail-Alerts erhältst du die neuen Treffer über den Feed-Reader.

Viele Bibliothekskataloge oder multidisziplinäre Datenbanken (z. B. EBSCOhost) unterstützen RSS ebenfalls.

Praktisch anwenden

Einsatz für Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten

Automatisierte Recherche-Tools lassen sich auf verschiedene Weisen in akademischen Arbeiten einsetzen, abhängig von Umfang und Dauer des Forschungsprojekts. Ob kurzfristige Abschlussarbeit oder langfristige Promotion – Alerts, Saved Searches und RSS-Feeds helfen dir, zielgerichtet informiert zu bleiben.

Kurzfristige Themenüberwachung

Bei einer Bachelor- oder Masterarbeit (mit typischer Bearbeitungszeit von nur wenigen Monaten) möchtest du ab Start der Arbeit kein wichtiges Paper verpassen. Hier empfiehlt es sich, gleich zu Beginn der Recherche ein paar Alerts einzurichten und ggf. relevante RSS-Feeds zu abonnieren.

So läuft im Hintergrund eine Themenüberwachung für dich. Du bekommst z.B. wöchentlich Updates, ob seit deiner Anfangsrecherche neue Studien publiziert wurden. Das ist besonders nützlich, wenn dein Thema aktuell in Bewegung ist.

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Langfristige Forschungstrends erkennen

Schreibst du eine Doktorarbeit oder bist in einem längeren Forschungsprojekt, dienen dir Alerts und Feeds nicht nur zum aktuellen Halten, sondern auch zum Erkennen von Trends.

Über 3-4 Jahre Doktorarbeit werden sich in deinem Feld neue Richtungen oder Schwerpunkte abzeichnen. Indem du kontinuierlich die Neuveröffentlichungen mitverfolgst, kannst du sehen, wohin sich die Forschung bewegt. Vielleicht stellst du fest, dass ab einem bestimmten Jahr plötzlich viele Arbeiten einen bestimmten Ansatz nutzen – ein Hinweis auf einen Trend.

RSS-Feeds von führenden Journals deines Fachgebiets eignen sich besonders, um ein Gefühl für den Publikationsstrom zu bekommen (du siehst z.B. jeden Monat die Titel der neuen Artikel und merkst, welche Themen häufiger werden).

Alerts zu deinen spezifischen Keywords wiederum zeigen dir, sobald ein neuer, eventuell bahnbrechender Artikel zu deinem speziellen Thema erscheint.

Für langfristige Forschung ist es außerdem hilfreich, Alerts immer mal wieder anzupassen: Du kannst neue Schlagwörter hinzufügen oder andere weglassen, je nachdem wie sich deine Arbeit entwickelt.

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Literaturverzeichnis

Verweis im Text

Quellen:
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