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Literaturrecherche mit Vokabularen und Thesauri
Wenn du eine wissenschaftliche Arbeit verfasst, kennst du das Problem: Du gibst Begriffe in eine Datenbank ein und erhältst hunderte Ergebnisse, von denen kaum welche relevant sind.
Eine gezielte Wortwahl durch Vokabulare und Thesauri kann dieses Problem lösen und deine Literaturrecherche erheblich verbessern.
In dieser 1a-Studi Anleitung erfährst du, wie du dabei vorgehst und bessere Ergebnisse erzielst.
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Inhaltsverzeichnis
Definition von Vokabularen und Thesauri
Bevor du mit der eigentlichen Literaturrecherche beginnst, ist es von Vorteil zu verstehen, was Vokabulare und Thesauri sind und warum diese entscheidend für eine erfolgreiche Suche sind:
Vokabular:
Dabei handelt es sich um festgelegte, kontrollierte Fachbegriffe, die in Form von Schlagwortlisten organisiert sind. Diese Begriffe helfen dir, in Datenbanken exakt die richtigen Artikel und Quellen zu finden, da alle Publikationen zu einem Thema mit den gleichen Schlagwörtern gekennzeichnet sind.
Thesaurus:
Ein Thesaurus ist ein erweitertes, spezialisiertes Vokabular. Er bietet zusätzlich klare Beziehungen zwischen Begriffen, indem er Synonyme (gleichbedeutende Begriffe), Oberbegriffe (allgemeinere Begriffe), Unterbegriffe (spezifischere Begriffe) sowie thematisch verwandte Begriffe (assoziierte Begriffe) systematisch darstellt.
Durch diese Struktur findest du leichter relevante und verwandte Literatur, selbst wenn dir zunächst nur ein einziger passender Suchbegriff einfällt.
VorteileVokabulare und Thesauri für Literatursuche nutzen
Bei der Literaturrecherche stehst du häufig vor dem Problem, dass du passende Artikel oder Quellen nicht findest, obwohl du denkst, die richtigen Suchbegriffe verwendet zu haben.
Der Grund dafür: Viele Autoren verwenden unterschiedliche Fachbegriffe, Synonyme oder alternative Schreibweisen für dasselbe Thema.
Genau dieses Problem löst du effektiv, indem du mit Vokabularen und Thesauri arbeitest.
Die Nutzung dieser kontrollierten Begriffe hilft dir bei folgenden konkreten Problemen deiner Literatursuche:
Präzision: Du verhinderst, dass deine Suche zu viele unpassende Ergebnisse (Zufallstreffer) liefert. Indem du exakte Schlagworte aus einem Vokabular verwendest, findest du schneller genau jene Quellen, die wirklich relevant für dein Thema sind.
Vollständigkeit: Unterschiedliche Schreibweisen, Fachbegriffe oder Synonyme erschweren oft die Suche, weil du möglicherweise nicht alle relevanten Varianten kennst. Thesauri berücksichtigen diese Varianten automatisch, sodass du umfassendere und vollständigere Ergebnisse erhältst.
Struktur: Oft fehlt dir zu Beginn einer Recherche der Überblick über dein Thema und verwandte Begriffe. Durch die systematische Organisation eines Thesaurus erkennst du auf einen Blick, welche Begriffe miteinander zusammenhängen. Dadurch kannst du gezielt weitere wichtige Literatur entdecken, die du andernfalls übersehen hättest.
Aufbau und FunktionsweiseAufbau und Funktionsweise: Vokabularen und Thesauri
Damit du Vokabulare und Thesauri bei deiner Literaturrecherche gezielt einsetzen kannst, solltest du verstehen, wie diese Werkzeuge aufgebaut sind und funktionieren.
Vokabulare: Klarheit durch einheitliche Begriffe
Ein Vokabular besteht aus einer festgelegten Liste kontrollierter Begriffe, die speziell für die wissenschaftliche Recherche entwickelt wurden. Diese Begriffe werden einheitlich verwendet, um Publikationen eindeutig einem bestimmten Thema zuzuordnen.
In der Praxis helfen dir Vokabulare dabei, relevante Ergebnisse gezielt zu finden und die Recherche übersichtlich zu gestalten.
Bekannte Beispiele für Vokabulare sind:
- Schlagwortnormdatei (SWD): Eine standardisierte Liste von Schlagwörtern, die vor allem in Bibliotheken verwendet wird.
- Keywords in wissenschaftlichen Datenbanken: Viele Fachdatenbanken vergeben festgelegte Keywords, um Publikationen eindeutig zu kennzeichnen.
Thesauri: Struktur und Orientierung durch Begriff-Netzwerke
Thesauri erweitern das Prinzip der Vokabulare um Beziehungen zwischen Begriffen. Anders als reine Vokabulare zeigen Thesauri dir nicht nur einzelne Schlagwörter, sondern machen auch sichtbar, wie diese Begriffe zueinander in Beziehung stehen.
Dadurch kannst du schnell und systematisch verwandte oder alternative Suchbegriffe entdecken und für deine Literaturrecherche nutzen.
Die typischen Beziehungen innerhalb eines Thesaurus sind:
| Beziehung | Erklärung | Beispiel |
|---|---|---|
| Synonym | Gleichbedeutende Begriffe | Bildungssystem ↔ Schulsystem |
| Oberbegriff | Allgemeinerer Begriff (Überordnung) | Bildung ← Hochschulbildung |
| Unterbegriff | Spezifischerer Begriff (Unterordnung) | Bildung → Hochschulbildung |
| Assoziierter Begriff | Thematisch verwandte Begriffe | Bildung ↔ Erziehung |
Durch diese definierten Beziehungen findest du schneller relevante Literatur, auch wenn du zu Beginn deiner Recherche nur wenige Suchbegriffe kennst. Außerdem erhältst du dadurch einen hilfreichen Überblick über dein Themengebiet, was dir hilft, die Recherche effektiv zu strukturieren.
AnleitungSchritt-für-Schritt-Anleitung zur effizienten Recherche
Anwendung in der Praxis: Schritt-für-Schritt-Anleitung zur effizienten Recherche
Nachdem du jetzt die Grundlagen zu Vokabularen und Thesauri kennst, folgt die konkrete Anleitung, wie du diese Instrumente in deiner eigenen Literaturrecherche praktisch anwenden kannst.
Schritt 1: Freie Suche zur Orientierung
Zu Beginn einer Literaturrecherche hast du oft noch keinen vollständigen Überblick über dein Thema. Deshalb beginnst du zunächst mit einer freien Suche, bei der du deine eigenen, intuitiv gewählten Begriffe eingibst. Diese Suche hilft dir, erste relevante Quellen und interessante Schlüsselbegriffe zu finden, die dir bisher vielleicht unbekannt waren.
Was machst du konkret?
- Gib deine bisherigen Begriffe frei in wissenschaftliche Datenbanken (z. B. Google Scholar oder Fachdatenbanken deiner Universität) ein.
- Notiere alle Begriffe, Fachwörter und Themen, die häufig auftauchen und relevant erscheinen.
- Wähle dann aus deinen Notizen einen zentralen Begriff, den du vertieft recherchieren willst.
Schritt 2: Nutzung von Thesauri in Datenbanken zur Präzisierung der Suche
Nachdem du erste Begriffe identifiziert hast, verfeinerst du deine Recherche mithilfe eines Thesaurus. Viele wissenschaftliche Datenbanken (z. B. PsycINFO für Psychologie oder ERIC für Erziehungswissenschaften) haben einen integrierten Thesaurus, mit dem du systematisch verwandte Begriffe und relevante Literatur finden kannst.
Was machst du konkret?
- Öffne den integrierten Thesaurus der Datenbank.
- Gib deinen zuvor gefundenen Begriff ein (z. B. „Hochschulbildung“).
- Schau dir die vorgeschlagenen verwandten Begriffe, Synonyme, Ober- und Unterbegriffe an.
- Wähle daraus jene Begriffe, die deinem Suchziel am besten entsprechen, um deine Trefferquote deutlich zu erhöhen.
Schritt 3: Entwicklung gezielter Suchstrategien mit Booleschen Operatoren
Nachdem du mithilfe des Thesaurus geeignete Begriffe ausgewählt hast, entwickelst du nun konkrete Suchstrategien, um deine Recherche systematisch durchzuführen. Das geschieht am besten mit Booleschen Operatoren. Diese helfen dir, gezielt Ergebnisse einzugrenzen, zu erweitern oder unerwünschte Ergebnisse auszuschließen.
Was machst du konkret?
- Wähle einen zentralen Begriff aus deiner Thesaurus-Recherche (z. B. Hochschulbildung).
- Identifiziere passende Synonyme (z. B. Universität) sowie verwandte Begriffe (z. B. digitale Lehre).
- Kombiniere diese gezielt in sogenannten Suchstrings, die folgende Operatoren enthalten können:
| Operator | Erklärung | Effekt auf Trefferzahl | Beispiel |
|---|---|---|---|
| AND | verbindet Begriffe miteinander | reduziert Trefferzahl | Hochschulbildung AND Digitalisierung |
| OR | verbindet alternative oder synonyme Begriffe | erhöht Trefferzahl | Hochschulbildung OR Universität |
| NOT | schließt unerwünschte Begriffe aus | reduziert Trefferzahl | Hochschulbildung NOT Grundschule |
Beispiel für eine komplexere Suche:
(Hochschulbildung OR Universität) AND Digitalisierung NOT Grundschule
Mit dieser Suchstrategie findest du Publikationen, die sich gezielt mit Digitalisierung im Bereich Hochschulbildung beschäftigen, aber gleichzeitig alle Quellen ausschließen, die auf Grundschulen bezogen sind.
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