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PRISMA Literaturrecherche

PRISMA Literaturrecherche – Anleitung und Beispiel für dein Literature Review

Die PRISMA-Literaturrecherche ist ein etablierter Standard für systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen. PRISMA steht für Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses und geht auf das QUOROM-Statement der späten 1990er Jahre zurück.

2009 veröffentlichte die internationale PRISMA-Gruppe die erste Fassung. Die PRISMA-Richtlinie wurde in PRISMA 2020 umfassend aktualisiert und von der PRISMA-Gruppe weiterentwickelt.

In diesem 1a-Studi Artikel lernst du, was die PRISMA-Methodik ist und wie du diese für die Recherche deiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit verwenden kannst.

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Grundprinzipien von PRISMA

Definition PRISMA Literaturrecherche

PRISMA ist ein Berichtsstandard für systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen. Die Leitlinie entwickelte sich aus der Notwendigkeit, Berichte über systematische Übersichten konsistent und transparent zu gestalten.

PRISMA 2020 aktualisiert Formulierungen, erweitert Items zur Suchdokumentation, zur Auswahl eingeschlossener Studien und zur Offenlegung von Protokollen, Registrierungen und Datenverfügbarkeit. Damit adressiert die Leitlinie unterschiedliche Disziplinen und stärkt die Vergleichbarkeit von Ergebnissen.

Die Methode legt fest, welche Informationen in:

  • Titel und Abstracts
  • Methode
  • Ergebnisteil
  • Anhang

stehen müssen, damit Lesende die Qualität, Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit der Arbeit beurteilen können.

Aufgrund der standardisierten Inhalte eignet sich die PRISMA-Methode ideal dafür, um Literatur für eine wissenschaftliche Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu finden.

Grundprinzipien von PRISMA

PRISMA verfolgt drei primäre Ziele:

  • Transparenz
  • Reproduzierbarkeit
  • Vollständigkeit

Des Weiteren wird jede Entscheidung in der Suche, Auswahl und Auswertung nachvollziehbar dokumentiert. Kernprinzipien sind:

  • präzise Beschreibung der Suchstrategie
  • vollständige Darstellung des Auswahlprozesses
  • strukturierte Berichterstattung

PRISMA definiert Items for Systematic Reviews, die festlegen, was im Bericht enthalten sein muss. Dazu zählen:

  • Suchstrings
  • Datenbanken
  • Zeiträume
  • Ein- und Ausschlusskriterien
  • Umgang mit Duplikaten
  • Screening-Prozess
  • Datenextraktion
  • Risiko-der-Bias-Bewertung
  • Syntheseverfahren

Empfehlung für deine Literaturrecherche

Setze für die Abschlussarbeit auf PRISMA, wenn eine Forschungsfrage beantwortet werden soll und die Literaturbasis vollständig, transparent und reproduzierbar aufgebaut werden muss.

Alternativen bieten sich bei anderen Zielsetzungen an:

  • Scoping Review für breite, explorative Kartierungen
  • Rapid Review bei stark begrenzter Zeit
  • Narrative oder Integrative Reviews bei hoher Heterogenität ohne geplante Effektzusammenfassung
Einsatz von PRISMA

Ziele und Nutzen der PRISMA Literaturrecherche

PRISMA sorgt dafür, dass eine wissenschaftliche Arbeit methodisch sauber wirkt und das Vorgehen für Dritte prüfbar bleibt. Dies steigert Qualität, Sichtbarkeit und Vertrauenswürdigkeit.

Einsatzgebiete in der Forschung

PRISMA wird verwendet in:

  • Reviews
  • Scoping Reviews mit angepassten Standards
  • Meta-Analysen
  • Mixed-Methods-Übersichten

Die Leitlinie unterstützt Projekte, in denen vorhandene Evidenz systematisch zusammengetragen wird. Dazu zählen systematische Übersichtsarbeiten mit oder ohne Metaanalyse, Zustandsberichte in schnell entwickelnden Feldern und methodische Reviews.

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Nutzung vorhandener PRISMA-Angaben: Was findet sich wo und wie wird es umgesetzt?

Titel und Abstracts

Titel und Abstracts geben in einer wissenschaftlichen Arbeit die präzise Einordnung von Art und Umfang des Reviews sowie die Kernangaben zur Suche wieder.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Titel und Abstracts Kennzeichnung als systematisches Review nach PRISMA, Kurzangaben zu Datenbanken und Zeitraum Prüfen, ob Thema und Zeitraum zur eigenen Fragestellung passen Schneller Fit-Check des Reviews für die Arbeit

Search Strategy (Methoden)

Die Suchstrategie bildet die methodische Grundlage der Recherche und bestimmt Reproduzierbarkeit und Vollständigkeit.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Search strategy (Methoden) Vollständige Beschreibung der Suchstrategie, inklusive Suchstrings, Datenbanken, Zeiträume Suchstrings übernehmen, Synonyme ergänzen, Syntax je Datenbank anpassen Tragfähiger Start-Query ohne Blindflug

Eligibility Criteria

Die Einschluss- und Ausschlusskriterien definieren den Geltungsbereich der evidenzbasierten Auswahl.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Eligibility criteria Ein- und Ausschlusskriterien, Zielpopulation, Designs, Sprachen Eigene Kriterien entwerfen, eng an die Vorlage anlehnen Konsistentes Screening ohne Ad-hoc-Entscheidungen

Study Selection und Flow-Chart

Der Auswahlprozess und das Flussdiagramm zeigen transparent, wie aus allen Treffern die relevanten Studien wurden.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Study selection + Flow-Chart Zahlen zu Identifikation, Vorauswahl, Eignung, Einschluss Ausschlussgründe als Kategorien übernehmen, Screeningplan festlegen Saubere Begründung jeder Entscheidung

Included Studies (Tabelle)

Die Tabelle der eingeschlossenen Studien liefert eine kuratierte Ausgangsbasis für weitere Rechercheschritte.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Included studies (Tabelle) Liste eingeschlossener Studien mit Kerndaten Backward- und Forward-Citation, ähnliche Artikel anstoßen Rascher Ausbau der Trefferliste

Data Extraction

Die Datenextraktion strukturiert Variablen und Ergebnisse der Studien für eine belastbare Synthese.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Data extraction Extraktionsfelder und Kodierlogik Extraktionsbogen für eigene Arbeit kopieren und anpassen Einheitliche Datengrundlage für die Synthese

Risk of Bias

Die Verzerrungsbewertung sichert die Qualität der Evidenz und steuert Gewichtung und Interpretation.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Risk of bias Bewertungsinstrumente nach Design Passendes Tool wählen, Skalen definieren Vergleichbare Qualitätsbewertung

Supplementary Material

Die ergänzenden Materialien enthalten häufig vollständige Suchstrings, zusätzliche Tabellen und Datensätze.

Fundstelle im PRISMA-Artikel Was steht dort Wie Du es nutzt Ergebnis
Supplementary material Vollständige Suchstrings, zusätzliche Tabellen, oft Datensätze Original-Queries und zusätzliche Treffer verarbeiten Replikationsfähige Recherchebasis und zusätzliche relevante Studien
Schritt-für-Schritt-Anleitung

PRISMA Methode Literaturrecherche – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dieses Kapitel zeigt Schritt für Schritt, wie bestehende PRISMA-Reviews als Werkzeug verwendet werden, um zügig eine tragfähige Trefferliste für eine wissenschaftliche Arbeit aufzubauen.

Schritt 1: Planung der Literaturrecherche

Am Anfang steht eine präzise Forschungsfrage. Diese wird in klare Suchkriterien übersetzt, die im weiteren Verlauf konsequent beibehalten werden. Angelehnt an PRISMA bedeutet dies, neben dem Thema auch Ein- und Ausschlusskriterien im Vorfeld festzulegen.

Für die Literaturrecherche in einer wissenschaftlichen Arbeit heißt das konkret:

  • Welche Zeiträume, Publikationsarten und Sprachen sollen berücksichtigt werden
  • Welche Datenbanken werden genutzt

Schritt 2: Durchführung der Literatursuche

Die PRISMA-Kriterien legen Wert auf eine systematische und reproduzierbare Suche. Daher erfolgt die Recherche gezielt in wissenschaftlichen Datenbanken wie PubMed, Web of Science oder Google Scholar.

Empfohlen ist die Entwicklung von Suchstrings mit Schlagworten, Synonymen und Booleschen Operatoren. Die Dokumentation dieser Suchstrategie, also welche Begriffskombinationen in welchen Datenbanken verwendet wurden, ist für die spätere Begründung im Methodikteil essenziell.

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Schritt 3: Screening der Literatur

Auf die Suche folgt das Screening. Die gefundenen Treffer werden zunächst grob bewertet. Titel und Abstracts werden geprüft, um irrelevante Treffer auszusortieren.

Zweckmäßig ist eine Screening-Tabelle, in der dokumentiert wird, warum bestimmte Quellen ausgeschlossen wurden. Diese Vorgehensweise spart Zeit in späteren Arbeitsschritten und erhöht die Nachvollziehbarkeit.

Schritt 4: Volltext-Analyse und Datenextraktion

Nach der Vorauswahl erfolgt die detaillierte Analyse der Volltexte. PRISMA legt Wert auf einheitliche Auswertungskriterien. Es empfiehlt sich eine Tabelle, in der für jede Quelle Kernaussagen, Methoden, Ergebnisse und theoretische Bezüge erfasst werden.

Die strukturierte Datenextraktion erleichtert Vergleiche, identifiziert Forschungslücken und ermöglicht passgenaue Zitate.

Schritt 5: Qualitätsbewertung und Datenanalyse

Ein PRISMA-Artikel bewertet Inhalte und die methodische Qualität der Quellen. Hilfreich sind Leitfragen wie:

  • Ist die Quelle peer-reviewed
  • Wurde eine angemessene Stichprobengröße verwendet
  • Ist die Methodik transparent beschrieben

Eine strukturierte Qualitätsbewertung schützt davor, schwache oder unseriöse Quellen in die Arbeit aufzunehmen.

PRISMA Schema und Flow Chart

PRISMA Schema Literaturrecherche und Flow Chart

Das PRISMA-Schema ist ein visuelles Kernstück der PRISMA-Methode. Es zeigt in einem standardisierten Flussdiagramm, wie aus allen zunächst gefundenen Treffern Schritt für Schritt die eingeschlossenen Studien werden.

Für Studierende ist es mehr als nur ein Werkzeug zur eigenen Dokumentation. Es kann genutzt werden, um in bereits veröffentlichten PRISMA-Reviews gezielt zu erkennen, welche Studien gefunden, ausgeschlossen und schließlich aufgenommen wurden. Das Flow Chart fungiert somit als „Landkarte“ der Recherche, die hilft, eigene Suchen zu planen und gezielt zu verfeinern.

In wissenschaftlichen Arbeiten dient das PRISMA-Schema dazu, den Auswahlprozess nachvollziehbar zu dokumentieren. Es zeigt auf einen Blick:

  • Aus welchen Datenbanken und Quellen die Treffer stammen
  • Wie viele Datensätze nach Deduplizierung übrig bleiben
  • Wie viele Titel/Abstracts ausgeschlossen wurden und warum
  • Welche Volltexte geprüft und ggf. ausgeschlossen wurden
  • Welche Studien in die endgültige Analyse aufgenommen wurden

Für die eigene Recherche bedeutet dies: Beim Lesen von PRISMA-Reviews kann über das Diagramm direkt erkannt werden, wie eng oder weit der Auswahlprozess war und ob bestimmte Quellen oder Filter relevant sein könnten.

PRISMA Schema und Flow Chart

Struktur und Aufbau des Flussdiagramms

Phase 1: Identifikation

In dieser Phase wird festgehalten, wie viele Treffer in allen Datenbanken und zusätzlichen Quellen gefunden wurden. Dazu zählen auch Treffer aus Grauer Literatur, Handrecherchen und Zitationslisten. Nach dem Entfernen von Dubletten ergibt sich die Zahl der Datensätze, die überhaupt in das Screening einfließen.

Nutzen für dich: Prüfe, welche Quellen ein PRISMA-Review genutzt hat, um gegebenenfalls weitere Datenbanken oder Repositorien in die eigene Suche einzubeziehen.

Phase 2: Vorauswahl

In dieser Phase werden Titel und Abstracts gescreent, um offensichtlich irrelevante Treffer auszuschließen. Die Anzahl der ausgeschlossenen Datensätze und die häufigsten Ausschlussgründe werden dokumentiert.

Nutzen für dich: Die Ausschlussgründe können helfen, eigene Filter oder Suchbegriffe so zu formulieren, dass irrelevante Treffer gar nicht erst erscheinen.

Phase 3: Eignung

Hier werden die Volltexte der verbleibenden Treffer geprüft. Studien, die den Kriterien nicht entsprechen (z. B. falsches Design oder unpassende Population), werden ausgeschlossen und die Gründe dafür notiert.

Nutzen für dich: Die Liste der Ausschlussgründe zeigt, welche inhaltlichen Kriterien im Themenfeld üblich sind – ein wertvoller Leitfaden für die eigene Literaturauswahl.

Phase 4: Eingeschlossene Studien

Am Ende stehen die Studien, die tatsächlich in die Auswertung einbezogen werden. Im PRISMA-Review findet sich dazu meist eine Tabelle mit Kerndaten wie Autor, Jahr, Setting, Methoden und zentrale Ergebnisse.

Nutzen für dich: Diese Tabelle ist oft die beste Ausgangsbasis für Backward- und Forward-Citation, um schnell zusätzliche passende Literatur zu finden.

PRISMA Checkliste

PRISMA Checkliste

Die PRISMA-Checkliste ist ein verbindlicher Leitfaden, der genau vorgibt, welche Informationen in einem systematischen Review oder einer Meta-Analyse berichtet werden müssen.

Diese besteht aus nummerierten Punkten (Items for Systematic Reviews), die sich auf alle Teile der Arbeit erstrecken – vom Titel und Abstracts über die Methoden bis zu Ergebnissen und Anhängen.

Für Studierende ist sie ein praktisches Werkzeug, um in fremden PRISMA-Reviews gezielt die Bausteine zu finden, die sich für die eigene Literaturrecherche nutzen lassen.

Die wichtigsten Elemente, die für die Recherche nützlich sind:

  • Titel und Abstracts: Klare Kennzeichnung als systematisches Review oder Meta-Analyse; kurze Angabe zu Datenbanken, Zeitraum und Kernergebnissen.
  • Methoden: Vollständige Beschreibung der Suchstrategie mit allen Suchstrings, Filtern, Datenbanken und Suchdaten; Kriterien für Ein- und Ausschluss; Screening- und Auswahlprozess; Verfahren zur Datenextraktion und Qualitätsbewertung.
  • Ergebnisse: Studienfluss (PRISMA-Flow-Chart), Liste der eingeschlossenen Studien mit Kerndaten, Risiko-der-Bias-Bewertung.
  • Diskussion: Einordnung der Ergebnisse, Stärken und Grenzen der Evidenz, Hinweise auf Forschungslücken.
  • Anhänge/Supplementary Material: Vollständige Suchstrings, Zusatzlisten, ggf. Daten- oder Materialverfügbarkeit.

Nutzen für dich: Diese Elemente sind wie eine „Landkarte“, auf der gezielt die Angaben gefunden werden können, die sich direkt in ein eigenes Suchprotokoll übertragen lassen.

Anwendungsbeispiel: PRISMA Literaturrecherche

Anwendungsbeispiel: PRISMA Literaturrecherche

Dieses Beispiel zeigt Schritt für Schritt, wie ein systematisches Review nach PRISMA aufgebaut ist und wie die enthaltenen Angaben sofort für die eigene Literaturrecherche genutzt werden können.

Beispielszenario:

Forschungsfrage: Verbessert formatives Feedback die Prüfungsleistung von Erstsemesterstudierenden im Vergleich zu Standardlehre?

Ablauf im Review:

  1. Suchstrategie: Review-Autoren durchsuchen Scopus, Web of Science und ERIC, Zeitraum 2015–2025, Sprachen Deutsch und Englisch. Suchstrings umfassen kontrollierte Vokabulare (z. B. MeSH) und Freitextbegriffe (LMS, Moodle, Canvas).
  2. Screening:
    • Titel und Abstracts: 1.240 Treffer, 890 ausgeschlossen (falsche Population, kein Outcome), 350 Volltexte geprüft
    • Volltexte: 305 ausgeschlossen (falsches Design, fehlende Vergleichsgruppe)
  3. Eingeschlossene Studien: 45 Studien, davon 18 in die Metaanalyse aufgenommen.
  4. Flow-Chart: Darstellung identifizierter, ausgeschlossener und eingeschlossener Studien in den Phasen Identifikation, Vorauswahl, Eignung und Einschluss.
  5. Ergebnisse: Effektgrößen und narrativer Überblick; Tabelle mit Kerndaten zu allen Studien.

So nutzt du dieses Beispiel für die eigene Recherche:

  • Suchstrings übernehmen und Synonyme sowie Filter an das eigene Thema anpassen
  • Liste der eingeschlossenen Studien für Backward- und Forward-Citation verwenden
  • Aus den Ausschlussgründen des Reviews eigene Einschlusskriterien ableiten

Tipps zur effektiven Nutzung

  • Aktuellste Reviews zum Thema finden – bevorzugt PRISMA 2020, um moderne Standards zu nutzen
  • Direkt im Methoden- und Anhangsteil arbeiten, nicht nur im Ergebnisteil – dort stehen die wertvollsten Angaben
  • Suchstrings wörtlich übernehmen und sofort in der bevorzugten Datenbank testen, bevor Änderungen vorgenommen werden
  • Flow-Chart als Indikator nutzen, welche Quellen und Filter besonders effektiv waren
  • Jede Übernahme und Anpassung im Suchprotokoll dokumentieren, um Prüfbarkeit zu gewährleisten
  • Mehrere PRISMA-Reviews kombinieren – zwei bis drei gute Vorlagen ergeben zusammen eine breite Ausgangsbasis
  • Zitationssuche immer mit den eingeschlossenen Studien starten – hier ist die Trefferqualität am höchsten
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Literaturverzeichnis

Verweis im Text

Quellen:
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