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Bachelorarbeit

Scoping Review

Scoping Review – Komplexe Literatur auswerten

Ein Scoping Review hilft dir, im Rahmen deiner geplanten Abschlussarbeit verfügbare Literatur strukturiert zu sichten, zu ordnen und für die eigene Fragestellung nutzbar zu machen.

Die Scoping-Review-Methode wird häufig im Gesundheitsbereich eingesetzt, lässt sich jedoch für andere Fachbereiche adaptieren.

Diese beruht in dieser Anleitung auf dem Ansatz des Joanna Briggs Institute (JBI) und der PRISMA-Erweiterung für Scoping Reviews.

In diesem 1a-Studi-Artikel lernst du, wie du ein Scoping Review durchführst und die Vorteile für deine eigene wissenschaftliche Recherche nutzt.

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Grundprinzipien von PRISMA

Was ist ein Scoping Review?

Ein Scoping Review untersucht den Umfang, die Art und die konzeptionelle Struktur der vorhandenen Evidenz zu einem Thema. Ziel ist die systematische Kartierung eines Forschungsfeldes.

Im Fokus stehen nicht die Qualitätseinschätzungen der Einzelstudien.

Dadurch eignet sich die Methode besonders, wenn:

  • die Literatur heterogen ist
  • erste Orientierung benötigt wird oder
  • die Evidenzlandschaft komplex erscheint.

Was ist ein Review?

Ein Review ist eine strukturierte Form der Evidenzsynthese. Mithilfe eines Reviews sammelst, ordnest und bewertest du Literatur zu einer Fragestellung oder Zielsetzung.

Vor allem für Studien der Primärforschung ist ein Review sehr geeignet. Je nach Ziel kommen verschiedene Review-Arten zur Anwendung. Diese haben folgende Gemeinsamkeiten:

  • Zielsetzung und präzise Fragestellung
  • Transparente, reproduzierbare Suchstrategie
  • Vorab definierte Ein- und Ausschlusskriterien
  • Dokumentierter Auswahlprozess, idealerweise mit PRISMA-Flussdiagramm
  • Standardisierte Datenextraktion und nachvollziehbare Ergebnissynthese

Welche Review-Arten gibt es?

Die folgenden Review-Arten kommen bei wissenschaftlichen Arbeiten und Studien zur Anwendung:

  • Narrative Reviews
  • Systematic Reviews
  • Rapid Reviews
  • Umbrella Reviews
  • Mapping Reviews
  • Scoping Reviews
Review-Art Zweck und typische Verwendung Kerneigenschaften Qualitätsbewertung
Narrative Reviews Überblick und Einordnung eines Themenfeldes, theoretische Rahmung Breiter Fokus, flexible Suche und Darstellung, narrative Synthese Optional, nicht systematisch
Systematic Reviews Beantwortet präzise Fragen, z. B. Wirksamkeit oder Diagnoseleistung Vorab-Protokoll, umfassende Suche, doppelte Auswahl, reproduzierbar Obligatorisch, häufig mit Meta-Analyse
Rapid Reviews Schnelle Evidenz für Entscheidungen unter Zeitdruck Methodische Straffungen, fokussierte Suche, kurze Laufzeit Vereinfacht oder selektiv
Umbrella Reviews Zusammenfassung vorhandener Reviews zu einem Thema Second-order-Synthese auf Ebene von Reviews Bewertung der eingeschlossenen Reviews
Mapping Reviews Kartiert ein Feld und zeigt Evidenzlücken Deskriptive Zuordnung zu Kategorien und Taxonomien In der Regel ohne formale Bewertung
Scoping Reviews Kartiert Umfang, Schlüsselkonzepte und Grenzen, oft als Vorarbeit für Systematic Reviews und zur Praxisorientierung PCC-Logik, breite Quellenbasis, iterative Suche, Charting von Ergebnissen Üblicherweise keine formale Bewertung

Tipp: Scoping Reviews sind besonders hilfreich, wenn sich Fragen noch ausformen, wenn Themen weit gefasst sind oder wenn zunächst geklärt werden soll, welche Arten von Evidenz verfügbar sind und wie diese verteilt sind.

Was bedeutet Scoping Review auf Deutsch?

„Scoping Review“ wird häufig als „Kartierungs-Review“, „Mapping Review“ oder „Scoping Study“ beschrieben. Gemeint ist die systematische Erfassung von Population, Konzept und Kontext eines Themenfeldes, oft unter Verwendung des PCC-Schemas. Du kartierst, welche Evidenz vorhanden ist, wie diese thematisch geordnet werden kann und wo Forschungslücken liegen.

Einsatz von PRISMA

Das Scoping Review-Framework

Die methodische Grundlage eines Scoping Reviews wurde von Arksey und O'Malley skizziert und von Levac et al. sowie Peters et al. weiterentwickelt.

Auf dieser Basis ergibt sich ein umsetzbarer 9-Schritte-Plan eines Scoping Reviews nach nach JBI-Logik:

Das Scoping Review-Framework

Schritt 1: Ziel und Frage festlegen

Kurzbeschreibung: Definiere das Ziel deines Scoping Reviews und formuliere die primäre Frage mit PCC, damit Deine Literaturrecherche fokussiert und anschlussfähig für die Abschlussarbeit wird.

  • Konkrete Aktionen: Zielstatement formulieren. PCC ausarbeiten. Primäre Frage und gegebenenfalls Unterfragen ableiten. Nutzen für Deine Arbeit begründen.
  • Output/Artefakte: Zielstatement, Forschungsfrage, PCC-Skizze.
  • Empfohlene Darstellungen: Textbox mit PCC, kurze Formulierungshilfe für Titel und Frage.

Schritt 2: Einschlusskriterien definieren

Kurzbeschreibung: Lege fest, welche Quellen aufgenommen werden, damit Auswahlentscheidungen konsistent und nachvollziehbar bleiben.

  • Konkrete Aktionen: Kriterien entlang von Population, Konzept, Kontext und Studientypen definieren. Zeiträume und Sprachen begründen. Ausschlussgründe festhalten.
  • Output/Artefakte: Kriterienkatalog, Entscheidungsregeln.
  • Empfohlene Darstellungen: Übersicht "Einschluss vs. Ausschluss" als kompakte Liste.

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Schritt 3: Suchstrategie entwerfen

Kurzbeschreibung: Plane eine iterative Suche über Datenbanken und graue Literatur, um die verfügbare Evidenz systematisch zu erfassen.

  • Konkrete Aktionen: Kern-Datenbanken auswählen. Schlüsselwörter, Synonyme und Indexterme sammeln. Graue Literatur und Leitlinien berücksichtigen. Iterative Verfeinerung vorsehen.
  • Output/Artefakte: Suchplan, Suchstrings pro Datenbank.
  • Empfohlene Darstellungen: Tabelle der Suchstrings im Anhang, Checkliste Datenquellen.

Schritt 4: Suche durchführen

Kurzbeschreibung: Recherchiere strukturiert und dokumentiere jeden Schritt, damit die Suche reproduzierbar bleibt.

  • Konkrete Aktionen: Mindestens zwei Kern-Datenbanken durchsuchen. Datum, Filter und Trefferzahlen protokollieren. Treffer exportieren und Duplikate entfernen.
  • Output/Artefakte: Suchprotokoll, Trefferlisten.
  • Empfohlene Darstellungen: Protokolltabelle je Datenbank mit Datum, Filtern und Trefferzahl.

Schritt 5: Studienauswahl

Kurzbeschreibung: Sichere die Auswahlqualität durch ein zweistufiges Screening mit unabhängiger Prüfung.

  • Konkrete Aktionen: Titel und Abstracts prüfen. Volltexte gegen Einschlusskriterien prüfen. Differenzen im Konsens klären. Ausschlussgründe festhalten.
  • Output/Artefakte: Screening-Log, Liste eingeschlossener Studien.
  • Empfohlene Darstellungen: PRISMA-Flussdiagramm mit Zahlen zu Treffern, Duplikaten, Ausschlüssen und Einschlüssen.

Schritt 6: Daten extrahieren

Kurzbeschreibung: Erhebe strukturierte Studiendaten mit einem getesteten Charting-Formular, damit Ergebnisse vergleichbar werden.

  • Konkrete Aktionen: Extraktionsformular entwerfen und an zwei bis drei Studien pilotieren. Bibliografische Angaben, Kontextmerkmale und studienspezifische Ergebnisse erfassen.
  • Output/Artefakte: Pilotiertes Extraktionsformular, Datentabelle.
  • Empfohlene Darstellungen: Vorlage der Charting-Tabelle mit definierten Feldern.

Schritt 7: Daten aufbereiten

Kurzbeschreibung: Verdichte die Daten numerisch und thematisch, um Muster und Kategorien sichtbar zu machen.

  • Konkrete Aktionen: Deskriptive Statistiken erstellen. Thematische Cluster bilden. Kategorien und Codes definieren.
  • Output/Artefakte: Statistische Übersichten, Themenkategorien.
  • Empfohlene Darstellungen: Balkendiagramme, Zeitreihen, Clusterübersichten.

Schritt 8: Ergebnisse kartieren

Kurzbeschreibung: Ordne die Evidenz entlang von PCC und der Forschungsfrage, hebe Forschungslücken und praktische Folgen hervor.

  • Konkrete Aktionen: Evidenz nach Population, Konzept und Kontext strukturieren. Lücken und Überschneidungen markieren. Narrative Zusammenfassung formulieren.
  • Output/Artefakte: Evidenzkarte, Ergebnissynthese.
  • Empfohlene Darstellungen: Matrix nach PCC, Tabellen und Diagramme mit kurzen Legenden.

Schritt 9: Bericht erstellen

Kurzbeschreibung: Berichte vollständig und transparent im Sinne von PRISMA-ScR, damit Nachvollziehbarkeit und Qualität gewährleistet sind.

  • Konkrete Aktionen: Methoden, Ergebnisse, Grenzen und Folgen für Forschung und Praxis darlegen. Suchstrategien und Protokolle im Anhang dokumentieren. Interessenkonflikte und Finanzierung offenlegen.
  • Output/Artefakte: Manuskript, Anhänge, PRISMA-ScR-Checkliste.
  • Empfohlene Darstellungen: PRISMA-ScR-Checkliste und Flussdiagramm, strukturierte Zusammenfassung zu Ziel, Methoden, Ergebnissen und Schlussfolgerungen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung

Scoping Review-Protokoll anfertigen

Um ein Scoping Review-Protokoll zu schreiben, sind die folgenden Arbeitsschritte zuvor zu erledigen:

  • Thema eingegrenzt
  • erste Notizen zu Population, Konzept und Kontext (PCC) gemacht
  • Vorrecherche durchgeführt

Das Protokoll legt Ziele, Methoden und Berichterstattung fest und reduziert Reporting-Bias. Abweichungen im Abschlussbericht werden später nachvollziehbar begründet.

Schritt 1: Titel und Autorendaten

Geben deinem Protokoll einen eindeutigen Titel. Verknüpfe Titel, Zielsetzung und PCC.
Beispiel: „Nicht-invasive Thermometer für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen, ein Scoping Review-Protokoll“
Trage alle Autorendaten ein.

Schritt 2: Zusammenfassung planen

Rufe dir immer wiederum deine Zielsetzung und Forschungsfrage hervor. Denn die Ergebnisse im Protokoll sollten sich stets darauf beziehen.
Protokolliere eine Zusammenfassung der Literatur nach dem folgenden Schema:

  • Zielsetzung
  • Einführung
  • Einschlusskriterien
  • Methoden
  • Ergebnisse
  • Schlussfolgerungen

Ergänze die Zusammenfassung mit einer Auflistung der eingeschlossenen Studien in der analysierten Literatur.

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Schritt 3: Fragestellung präzisieren

Formuliere auf Grundlage der Zusammenfassung eine Fragestellung, die für deine Arbeit relevant ist. Der Hintergrund ist, dass eine Frage dich selbst zum weiteren Hinterfragen anregt und somit Perspektiven für weitere Information und Wissen erschafft.

Beispiel:
„Welche Fragebögen zur Lebensqualität gibt es für pädiatrische Patientinnen und Patienten nach Tonsillektomien bei chronischen Infektionen oder schlafbezogenen Atemstörungen?“
„Welche Ernährungs-Screeninginstrumente wurden für den Einsatz bei Erwachsenen in der Primärversorgung validiert?“

Ergänze kurz, warum die Frage für Deine Arbeit nützlich ist, zum Beispiel zur Strukturierung der Literaturrecherche und zur Identifikation von Forschungslücken.

Schritt 4: Einleitung strukturieren

Anschließend formulierst du eine Einleitung, die sich an der folgenden Struktur orientieren sollte:

  • Thema und Relevanz
  • Kurzbefund der Vorrecherche
  • Lücke in der Evidenz
  • Ziel nach PCC
  • Nutzen für die Abschlussarbeit
  • Überblick, wie das Protokoll vorgeht

Schritt 5: Methoden festlegen

Im nächsten Schritt formulierst du den methodischen Teil. Achte dabei darauf, dass dieser transparent beschrieben ist. Leser sollten stets dein methodisches Vorgehen nachvollziehen können.

Schritt 1: Einschlusskriterien festlegen

Lege fest, welche Quellen in das Review kommen und welche nicht.

Kriterium Was eintragen
Population Wer wird betrachtet. Altersgruppe, zentrale Merkmale, besondere Bedingungen. Beispiel: Kinder 0–16 Jahre, postoperative Patienten, definierte Komorbiditäten.
Konzept Was wird untersucht. Fachbegriffe klar definieren. Beispiel: Messinstrumente zur Lebensqualität, Validität, Reliabilität.
Kontext Wo findet es statt. Setting, Land, Versorgungsebene. Beispiel: Klinik oder Praxis, Deutschland, Primärversorgung.
Studientypen Welche Designs sind erlaubt. Beispiel: randomisierte Studien, Kohorten, Querschnitt, Leitlinien, Berichte, graue Literatur.
Zeitraum und Sprachen Von wann bis wann und in welchen Sprachen gesucht wird. Beispiel: 2000 bis aktuell, Deutsch und Englisch.
Ausschlussgründe Was kommt nicht hinein und warum. Beispiel: keine Originaldaten, fehlende Volltexte, unpassendes Setting, zu kleine Fallzahl, keine relevanten Ergebnisse.

Schritt 2: Studienteilnehmer festlegen

Beschreibe genau, wer eingeschlossen wird.

  • Merkmale wie Alter und Diagnose
  • Gründe für Ausschluss

Schritt 3: Konzept präzisieren

Erkläre die Inhalte deines Themas in einfachen Worten.

Schritt 4: Kontext eingrenzen

Lege fest, in welchem Umfeld du suchst.

  • Versorgungsebene, Einrichtungstyp, Länder oder Regionen
  • Begründe jede Eingrenzung in einem Satz

Schritt 5: Studientypen auswählen

Bestimme, welche Quellenarten sinnvoll sind.

  • Breite zulassen, wenn die Frage weit ist
  • Enger wählen, wenn bestimmte Ergebnisse gebraucht werden
  • Notiere, warum ein Typ aufgenommen wird oder nicht [Abschnitt Studientypen]

Schritt 6: Suchstrategie entwerfen

Damit du keine Studien übersiehst, die für deine wissenschaftliche Recherche interessant sind, legst du im nächsten Schritt eine Suchstrategie fest.

  • Starte mit 2 Datenbanken und teste einfache Suchwörter
  • Ergänze Synonyme und baue die Suche größer aus
  • Schaue in Referenzlisten nach weiteren Quellen

Dokumentiere: Datenbank, Datum, Suchwörter, Treffer.

Schritt 7: Suche durchführen und dokumentieren

Führe im nächsten Schritt die Suche in den Datenbanken durch und dokumentiere dein Vorgehen.

  • Führe die Suche wie geplant durch
  • Exportiere Treffer, lösche Duplikate, sichere Ergebnisse
  • Schreibe pro Datenbank Datum, Suchstring und Trefferzahl auf

Schritt 8: Studienauswahl regeln

Nicht alle Grundstellen sind für deine Arbeit relevant. Daher legst du im nächsten Schritt Regeln fest, um Studien auszuwählen oder auszuschließen.

  • Erst Titel und Abstract prüfen
  • Danach Volltexte lesen
  • Notiere Ausschlussgründe
  • Wenn möglich: zwei Personen prüfen lassen

Schritt 9: Datenextraktion vorbereiten

Damit du die Ergebnisse der Studien vergleichbar machst, ist es wichtig, die Extraktion der Informationen vergleichbar zu machen?
Lege eine Tabelle an (Autor, Jahr, Land, Population, Instrument, Ergebnisse). Fülle für alle Ergebnisse, die gleichen Tabellenfelder aus.

Schritt 10: Ergebnisdarstellung planen

Damit deine Ergebnisse einheitlich sind, planst du im nächsten Schritt die Darstellung deiner Analyse.

  • Ordne die Daten nach Population, Konzept, Kontext
  • Plane Tabellen und Diagramme (z. B. nach Jahr, Land, Methode)
  • Markiere Forschungslücken

Schritt 11: Flow-Diagramm einplanen

Das PRISMA-Flussdiagramm ist ideal dafür geeignet, um deine Ergebnisse visuell darzustellen. Dies hilft dir selbst, eine bessere Übersicht zu erhalten, sowie den Lesern deiner Arbeit, da diese den methodischen Teil besser nachvollziehen können.

  • Bereite ein PRISMA-Flussdiagramm vor
  • Trage später Treffer, Ausschlüsse und eingeschlossene Studien ein
PRISMA Schema und Flow Chart

Vergleich Scoping Review mit weiteren Methoden

Je nach Zielsetzung kommen verschiedene Literaturmethoden zur Anwendung. Im Folgenden werden sie mit dem Scoping Review verglichen.

Narrative Review vs Scoping Review

Ein Narrative Review bietet eine thematische Einordnung und vermittelt einen Überblick mit Fokus auf die Autorenperspektive.

Ein Scoping Review verfolgt eine strukturierte und reproduzierbare Suche mit vordefinierten Einschlusskriterien und dokumentiertem Auswahlverfahren.

Narrative Review Scoping Review
Merkmale Überblick, thematische Einordnung, stark von Autor*innenperspektive geprägt Strukturierte und reproduzierbare Suche mit definierten Kriterien
Stärken Flexibel, gut für Theorieaufbau, erste Orientierung Systematisch, klar dokumentiert, zeigt Breite und Lücken eines Feldes
Wann zu empfehlen Wenn ein Thema frei zusammengefasst oder diskutiert werden soll Wenn ein strukturiertes Abbild des Forschungsfeldes benötigt wird, z. B. für Abschlussarbeiten

Scoping Review or Systematic Review

Systematic Reviews beantworten Wirksamkeits- oder Effektivitätsfragen mit strenger Qualitätsbewertung und oft Meta-Analyse.

Scoping Reviews untersuchen zunächst Reichweite und Beschaffenheit der Evidenz, ohne regelhafte Qualitätsbewertung. Diese eignen sich, um die Machbarkeit und den Zuschnitt eines späteren Systematic Reviews festzustellen, um Lücken und Konzeptvielfalt zu erkennen und um praxisnahe Übersichten zu erstellen.

Scoping Review Systematic Review
Merkmale Breite Kartierung, ohne Qualitätsbewertung der Studien Präzise Fragestellung, strenge Qualitätsbewertung, oft mit Meta-Analyse
Stärken Zeigt Reichweite, Konzepte, Forschungslücken Liefert evidenzbasierte Antworten und belastbare Wirksamkeitsnachweise
Wann zu empfehlen In frühen Phasen der Arbeit, um ein Feld zu erfassen und Forschungsfragen zu schärfen Wenn die Frage eng gefasst ist und konkrete Wirksamkeit/Effektivität untersucht werden soll

Prisma Scoping Review

PRISMA-ScR ist die Berichtsleitlinie für Scoping Reviews. Diese ergänzt PRISMA und legt dar, wie Ziele, Suchstrategie, Auswahl, Datenextraktion, Ergebnisse und Flussdiagramm zu berichten sind.

PRISMA PRISMA-ScR
Merkmale Leitlinie für Systematic Reviews Erweiterte Leitlinie speziell für Scoping Reviews
Stärken Klare Struktur für systematische Evidenzsynthesen Passt die Struktur an Scoping Reviews an: Fokus auf Breite und Kartierung
Wann zu empfehlen Wenn ein klassisches Systematic Review erstellt wird Wenn Du ein Scoping Review planst und Berichtsstandard einhalten willst [15], [20]
PRISMA Schema und Flow Chart

Scoping Review Beispiel

Im Folgenden kannst du ein Beispiel eines Scoping Reviews downloaden, um eine Übersicht für deine eigene Arbeit zu bekommen.

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Literaturverzeichnis

Verweis im Text

Quellen:
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